Müllverbrennungsanlage in Bützfleth: Unterschriften gegen den Anlagen-Bau

Der Rohbau am Elbdeich steht: Die Müllverbrennungsanlage soll fertiggestellt werden und in Betrieb gehen. Protest hat sich formiert. Foto: Strüning


STADE. An der Unterschriftenaktion „Stoppt die geplante Müllverbrennungsanlage in Stade“ haben sich mehr als 3500 Unterzeichner beteiligt. Das teilt die Initiatorin in dieser Woche mit, die Bürgerinitiative für eine umweltverträgliche Industrie aus Bützfleth.

Die Liste soll im Januar 2019 an den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) übergeben werden, ein Termin werde abgestimmt. 2100 Unterstützer kämen aus dem Landkreis Stade. Sie zeigten gemeinsam Flagge gegen die Pläne eines privaten Investors, zukünftig jährlich etwa 200.000 Tonnen Müll zur Gewinnung von Strom zu verbrennen.

Der Müll zum Betrieb der Stader Anlage wird wahrscheinlich aus dem Ausland importiert, teilt die BI mit. Das Verfahren leiste dem Müll-Tourismus Vorschub und konterkariere die Bemühungen der Landesregierung, effektiven Klimaschutz zu leisten, heißt es in dem Schreiben an das Umweltministerium.

Was die Initiatoren sowie die Nachbargemeinden umtreibe, seien die Schadstoffe wie Blei und Quecksilber, die die Anlage emittieren würde. Zudem blieben pro Tonne Müll 300 Kilogramm giftige Schlacke als Endprodukt der Verbrennung übrig, das seien 65.000 Tonnen Schlacke pro Jahr.

Die Petition inklusive zahlreicher Anmerkungen der Bevölkerung sind zu lesen unter: https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-die-geplante-muellverbrennung-in-stade.

14.12.2018