Großalarm bei AOS: Feuerwehren proben den Ernstfall

Ein Großaufgebot an Feuerwehren rückte auf das Gelände der AOS in Bützfleth aus. Foto: Bube


BÜTZFLETH. Ein Großaufgebot an Feuerwehren rückte am Freitagnachmittag in das Industriegebiet in Bützfleth aus. Die Leitstelle hatte Alarm ausgelöst, weil es eine Verpuffung in einem Anlagenteil bei der Firma Aluminium Oxid Stade (AOS) gegeben haben soll.

Die Feuerwehren Bützfleth, Bützflethermoor, Stade (Zug I) und Assel waren im Einsatz. Die betriebseigene Werkfeuerwehr war bereits über den betrieblichen Notruf alarmiert worden. Das Szenario stellte sich als Übung heraus. Eine solche Notfallübung muss gemäß behördlicher Auflagen alle zwei Jahre ausgerichtet werden. Der Werkfeuerwehrleiter Nils Rath und AOS-Sicherheitschef Dr. Albert Boehlke hatten die Übung ausgearbeitet.

Angenommen wurde eine Verpuffung in der Elektrolyse Anlage zur Produktion von Gallium. Mitarbeiter, die sich ins Freie retten konnten, teilten den ersten Einsatzkräften mit, dass sich noch Kollegen im Gebäude befinden sollen. Durch die Verpuffung kam es zu einer Kettenreaktion, sodass die Nebenanlage ebenfalls betroffen war. Zudem befanden sich in der Anlage zwei Mitarbeiter in einem Korb an einem Hubsteiger, die Wartungsarbeiten an einer Rohrbrücke ausführten und nicht in der Lage waren, selbstständig wieder den Rückweg antreten. Sie mussten mit der Drehleiter Feuerwehr gerettet werden.

Feuerwehrleute versorgen einen Verletzten auf dem Betriebsgelände der AOS. Foto: Bube

Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten die Einsatzkräfte schweren Atemschutz anlegen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es den Einsatzkräften, die Räume abzusuchen und insgesamt vier Vermisste zu retten. Weitere Einsatzkräfte nahmen währenddessen die Brandbekämpfung unter schweren Atemschutz auf.

Den Abschluss der Übung bildete ein gemeinsames Essen in der AOS-Kantine. Boehlke und Rath dankten den Freiwilligen für ihren Einsatz.

29.10.2018