Bald freie Fahrt durch Bützfleths Zentrum

Die Bauarbeiten gehen in die Endphase, in den nächsten Wochen sollen die Baustellenampeln verschwinden. Foto: Berlin (Archiv)

Von Wilfried Stief

STADE. Die Bauarbeiten am Obstmarschenweg in Bützfleth, der Verkehrsteilnehmern und Anwohnern über Jahre viel Geduld abverlangt hat, geht in die Endphase. Wenn in den nächsten Wochen alles nach Plan läuft, verschwinden die Baustellenampeln am 6. Juli.

Gerd Allers, Baufachmann bei der Stadt, skizzierte bei der Ortsratssitzung am Mittwochabend die nächsten Wochen mit dem Ende der Bauarbeiten auf der Hauptverkehrsstraße durch Bützfleth. Am Montag, 25. Juni, wird danach auf dem letzten Teilstück die Tragschicht aufgebracht. Am Sonnabend, 30. Juni, geht es dann mit der endgültigen Deckschicht weiter. Dazu wird der Obstmarschenweg voll gesperrt. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, so Allers, könne die Firma, die mit ihren Arbeiten eng getaktet sei, erst sechs Wochen später die Deckschicht auftragen. Die Straße ist aber auch ohne diese Schicht befahrbar, ergänzte Erster Stadtrat Dirk Kraska auf der Ortsratssitzung.

Weiniger Kosten als veranschlagt

Für die Baufirma legte sich Gerd Allers ins Zeug. Er sei rundum zufrieden, sagte er. Die Kosten seien deutlich im Auftragsrahmen geblieben. Die Abrechnung des ersten Abschnitts liege seit einigen Tagen vor und zeige, dass sieben Prozent weniger gezahlt werden müssten als veranschlagt. Auch der Bauverlauf habe bestens geklappt, so Allers. Eindrücke von Bürgern und kritische Äußerungen könne er nicht nachvollziehen. Nach einem langen Winter und der Tatsache, dass die Baustelle mehrfach „abgesoffen“ sei, müsse der Firma Lob ausgesprochen werden.

Wie mehrfach berichtet, ist die Stadt Stade mit der Ortschaft Bützfleth seit 2009 im Sanierungsprogramm der Städtebauförderung. Das Gesamtvolumen beträgt gut fünf Millionen Euro und speist sich aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt. Die Arbeiten auf dem Obstmarschenweg begannen 2015. Die Umgestaltung mit zwei Kreiseln soll bewirken, dass langsamer gefahren wird. Breitere Fußwege sollen das Leben in der Ortsmitte angenehmer gestalten.

Abriss und den Neubau der Brücke im Borsteler Weg

Ein weiteres Bauthema kam auf der Ortsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus zur Sprache. Dabei ging es um den Abriss und den Neubau der Brücke im Borsteler Weg in Bützfleth. Nach Anregungen von Bürgern ist nochmals umgeplant worden, sagte Bauplaner Allers. Bürger hatten beklagt, dass bei der bislang vorgesehenen Breite der Brücke wahrscheinlich zu schnell gefahren werde und wünschten Änderungen. Die Planer der Stadt kamen dem Ansinnen nun entgegen. Zwar bleibe die Brücke in der Breite gleich, allerdings werde ein Mehrzweckstreifen für Fußgänger und Radfahrer wie ein Hochbord höher gelegt, was die tatsächliche Breite für Fahrzeuge einenge. Allers betonte, dass mit dem Neubau der Brücke keine Fakten für den anschließenden Straßenausbau geschaffen würden.

Wie breit die Straße werde und wo Einengungen möglich seien, ergebe sich aus anderen Regelungen. Der Borsteler Weg war in die Schlagzeilen geraten, weil Anlieger zur Kasse gebeten werden, obwohl ihr Weg von Landmaschinen kaputt gefahren wird. Beim Brückenbau, der in diesem Sommer über die Bühne gehen soll, wird die Müllabfuhr aus dem Siedlungsgebiet sichergestellt, außer Altpapier und Sperrmüll. Rettungswege sind von der Feuerwehr erprobt worden und für Fußgänger gibt es eine Behelfsbrücke. Die Stadt werde vor dem Baubeginn noch informieren, hieß es.

09.06.2018