Großeinsatz: Feuer im Stader Dow-Werk unter Kontrolle

Einsatzkräfte der Feuerwehr sammeln sich vor dem Stader Dow-Werk. Foto: Beneke




Von Daniel Beneke

STADE. In der Nacht zu Donnerstag ist ein Feuer in einer Anlage auf dem Gelände des Chemiekonzerns in Bützflethersand ausgebrochen. Der Brand ist unter Kontrolle, ein Großteil der Einsatzkräfte ist am Nachmittag abgerückt.

Das Feuer ist nach Angaben von Dow-Sprecher Stefan Roth bereits am gestrigen Abend gegen 23.30 Uhr in einer Kolonne einer Anlage ausgebrochen. Die Werkfeuerwehr sei ausgerückt, ein Notfallstab habe sich gebildet. Die eigenen Kräfte hätten den Brand unter Kontrolle gebracht, sodass der Stab in den frühen Morgenstunden auseinander gegangen sei. Am heutigen Donnerstagmorgen gegen 8.55 Uhr sei das Feuer erneut ausgebrochen.

Die Werkfeuerwehr habe die Feuerwehr Bützfleth mit der Löschgruppe Bützflether Moor und Zug I der Feuerwehr Stade hinzugezogen. Zug II der Feuerwehr Stade und die Feuerwehr Wiepenkathen gingen vor den Werkstoren in Bereitschaft. Die Feuerwehr Assel kam im Bützflether Feuerwehrhaus zusammen, um im Ernstfall eine Evakuierung der benachbarten Siedlungen begleiten zu können. Dazu kam es nicht. Der Fernmeldezug der Kreisfeuerwehr kam zum Einsatz, um unter anderem den Funkverkehr zu koordinieren.

Keine Chemikalien in der Anlage

Die betroffene Anlage produziert Grundstoffe für die Herstellung von Schuhsohlen und Sitzpolstern. Sie stehe zurzeit still, da sie sich in einer turnusmäßigen Revision befinde. „Es befinden sich deshalb keine Chemikalien in der Anlage“, sagte Stefan Roth dem TAGEBLATT vor Ort. Wie groß das Feuer im Inneren der Anlage ist, konnte er zunächst nicht sagen. Behörden und Nachbarbetriebe seien informiert. Nach TAGEBLATT-Informationen kühlten die Stader und Bützflether Feuerwehrleute die Hülle der Anlage von außen, während die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr den Brand von innen bekämpften.

Aktuell besteht keine Gefahr für die Nachbarschaft und die Umwelt“, sagte der Dow-Sprecher. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Anlage sei evakuiert worden. In den übrigen Anlagen sei das Personal angewiesen worden, nicht ins Freie zu gehen. Die Straßen auf dem Werksgelände rund um die Brandstelle seien gesperrt. Roth: „Der restliche Betrieb läuft ganz normal weiter.“ Er widersprach Gerüchten, wonach weite Teile des Werkes am Vormittag evakuiert worden seien. Lediglich der betroffene Bereich sei evakuiert und abgeriegelt worden.

Am Nachmittag entspannte sich die Lage. Ein Großteil der externen Feuerwehrkräfte konnte wieder einrücken. Die Werkfeuerwehr der Dow kümmert sich um die restlichen Löscharbeiten. Die Asseler Feuerwehrleute haben das Bützflether Feuerwehrhaus bereits wieder verlassen. Die Einsatzkräfte aus dem Stadtgebiet kehren zur Stunde ebenfalls in ihre Wachen zurück. Insgesamt waren im Laufe des Tages rund 130 externe Feuerwehrleute im Einsatz.

20.04.2018