Neue Fußballplätze in Hagen und Bützfleth


STADE. Die Fußballer des SSV Hagen und der TuSV Bützfleth können sich Hoffnungen machen auf neue Sportplätze. Im Ausschuss des Rates für Schule und Sport wurden die beiden Projekte in den Ortschaften gutgeheißen.

Seit Jahren bemühen sich die Kicker aus dem Süden um eine adäquate Spielstätte. Bisher wurden sie immer vertröstet. „Da muss jetzt mal was passieren“, sagte CDU-Mann Karsten Behr. „Hagen ist dran“, sagte Fußball-Experte und SPD-Ratsmitglied Bernhard Augustin, der selbst in Hagen wohnt. Der SSV habe immerhin 700 Mitglieder, eine Verlagerung, wie bereits angedacht, auf den geplanten Sportplatz am Schulzentrum in der Heidesiedlung hält er „für nicht glücklich“. Der Sport soll im Ort stattfinden können.

Stades Erster Stadtrat Dirk Kraska empfahl zu prüfen, ob der neue Sportplatz notwendig ist und wie er zu realisieren sei, wobei vor allem die Finanzierung und die Standortfrage wichtig sind. Kraska wies darauf hin, dass Vereinssportgelände und benachbarte Wohnbebauung wegen des Lärms nicht zusammenpassten: „Das sind konkurrierende Nutzungen.“ Sein Vorschlag wurde anschließend einstimmig angenommen: Für 2018 werden im Etat 50 000 Euro an Planungskosten aufgenommen und für 2019 dann 200 000 Euro für den Bau des neuen Fußballplatzes. Ortsrat, Verein sowie Kreis- und Landessportbund müssen den Rest aufbringen.

Ohne große Diskussionen wurde ein Vorschlag aus Bützfleth abgenickt, wo ein Kunstrasenplatz entstehen soll. Maximal 190 000 Euro schießt die Stadt dazu, das sollen 47,5 Prozent der Gesamtkosten sein. Das neue Feld soll für 400 000 Euro in den kommenden beiden Jahren auf dem jetzigen Grandplatz entstehen.

Der Trick: Eigentlich sollte für 120 000 Euro die Laufbahn aus dem städtischen Haushalt saniert werden. Darauf verzichtet der TuSV, die Gelder fließen in den Kunstrasenplatz. Die Fläche dafür pachtet der Verein langfristig von der Stadt.

14.11.2017