Raubmord in Bützfleth: Frau des Opfers sagt aus

Der Tatort: In diesem Haus in Bützfleth wurde das Ehepaar überfallen und verprügelt. Der 79-jährige Unternehmer starb an den Folgen des Überfalls.


BüTZFLETH. Im Fall des Raubmords an einem 79-jährigen Unternehmer aus Bützfleth hat die Polizei fast vier Wochen nach den Ereignissen die 73-jährige Witwe vernehmen können. Ihre Aussage ist entscheidend, weil die Frau zwei dunkel gekleideten Männern die Tür geöffnet hatte.

Nach TAGEBLATT-Informationen sagte die Geschädigte aus, sie habe den Fremden geöffnet, weil sie einen Enkel erwartet habe. Nach ihren Aussagen habe der Enkelsohn an diesem Freitagabend seinen Besuch angekündigt. Das hatte zuvor auch die „Bild“-Zeitung berichtet. Ob die Unbekannten zufällig oder gezielt zum Tatzeitpunkt am Wohnhaus im Bützflether Mühlenweg auftauchten, ist bislang unklar.

Nach unbestätigten Angaben schließen die Fahnder jedoch aus, dass es sich bei dem Enkel um einen Mittäter handeln könnte. Das Ehepaar galt in der Ortschaft als sicherheitsbewusst und hatte das Einfamilienhaus mit Alarmtechnik ausgerüstet. Nachdem die Täter in das Haus gelangt waren, verprügelten sie das Ehepaar und raubten es aus. Dabei misshandelten sie beide schwer. Der Mann erlag seinen Verletzungen zwei Tage nach der Tat.

Wie Sprecher Rainer Bohmbach berichtet, war im Zuge der Vernehmung zudem ein Zeichner der Polizei bei der Witwe. Er soll anhand der Aussagen nun ein Phantombild erstellen. Ob die Zeichnung bei den Recherchen hilfreich ist, sei unklar. Die Mordkommission stehe vor langwierigen Ermittlungen, so Bohmbach. Die Fahnder gehen rund 200 Spuren nach. Eine Belohnung von 20 000 Euro ist ausgesetzt.

05.10.2016