Bauarbeiten legen eine Staubschicht über Bützfleth

Noch immer ist der Staub ein großes Problem. Foto Beneke


BÜTZFLETH. Im Zuge der Ortskernsanierung erhält Bützfleths Mitte ein neues Gesicht. Das macht sich derzeit vor allem entlang der Landesstraße 111 (Obstmarschenweg) bemerkbar.

Die wichtige Verbindung zwischen Kehdingen und Stade wird seit einem Monat modernisiert. Außerdem werden unter der Fahrbahn neue Kanäle verlegt.

Derzeit ist der Obstmarschenweg auf einem 180 Meter langen Abschnitt halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mithilfe von Ampeln durch die Baustelle geführt. Im Berufsverkehr führt das bisweilen zu Staus. Nachdem die Arbeiter die Schaltung der Lichtzeichenanlagen modifiziert haben, sind die Behinderungen aber spürbar weniger geworden. Viele Autofahrer wählen alternative Wege in Richtung Stader Zentrum und Autobahn – zum Beispiel durch Bützflethermoor.

Im Baustellenbereich ist es aber eng. Insbesondere Busse und Lkw kommen den Fußgängern auf dem Gehweg immer wieder gefährlich nahe. Dass die Fußgängerampel in der Nähe der Schule während der Bauphase außer Betrieb gesetzt ist, erschwert das Queren der Fahrbahn zusätzlich. Ein weiteres Problem: Die Maßnahme bringen Lärm und Dreck mit sich.

Vor allem grauer und rötlicher Staub setzt sich auf Wegen, in Gärten, auf Fahrzeugen und Häusern fest. Anwohner beschwerten sich. Um der Staubbelastung Herr zu werden, habe das Unternehmen den Arbeitsablauf verändert, berichtete Bützfleths Bürgermeister Sönke Hartlef am Rande der Ortsratssitzung. Der Asphalt werde nur noch halbseitig abgefräst, damit die Autos über die alte Fahrbahn könnten. Die Situation habe sich deutlich verbessert, sagte Stadtbaurat Lars Kolk.

Auf insgesamt 600 Metern wird der Obstmarschenweg in den kommenden Monaten erneuert. Die Arbeiten lägen bislang im Plan, gab Verwaltungsvize Dirk Kraska während der Ortsratssitzung bekannt. Den Abschluss bildet der Bau eines Kreisels an der Kreuzung zur Deich- und Kirchstraße in der ersten Dezember-Hälfte. Dort haben Bauarbeiter dieser Tage bereits mit schwerem Gerät ein altes Haus abgerissen, um Platz zu schaffen.

Das Vorhaben ist nicht unumstritten. Noch im Februar stellte die Wählergemeinschaft Bützfleth das Projekt infrage. Die Planung sei juristisch mangelhaft und laufe in eine falsche Richtung. Der Kreisel würde zudem die Probleme der Zufahrten zu Neukauf, Penny, Volksbank und Elsternstraße nicht lösen. Dass öffentliche Parkplätze wegfielen, sei nicht hinnehmbar, polterte die Organisation.

20.05.2016