Noemi findet einen toten Schweinswal am Elbstrand in Grauerort

Noemi entdeckte am Strand bei Bützfleth einen toten Schweinswal und zeigte ihn Leticia und Lea (von links). Foto Kordländer


BÜTZFLETH-GRAUERORT. Beim Spaziergang am Strand der Elbe in Grauerort gegenüber der historischen Festung hat Noemi Wasiucionek aus Bützfleth am frühen Donnerstagnachmittag einen toten Schweinswal gefunden. Über ihr Handy meldete sie den Fund bei der Polizei. 

Diese veranlasste, dass der angespülte Kadaver von Mitarbeitern der Kommunalen Betriebe Stade (KBS) abtransportiert wurde. Währenddessen holte die 16-jährige Noemi ihre Schwester Lea (12) und Cousine Leticia (13) zum Fundort und berichtete, was sie gerade erlebt hatte. „So bleiben die Osterferien denn doch nicht so langweilig, wie bisher“, meinte sie.

Wir gehen hier oft auf dem Strand spazieren“, erzählten die Mädchen. „Doch so etwas Aufregendes wie heute haben wir noch nicht erlebt.“ Weder angespülte tote Tiere noch kleine Schätze hätten sie bei ihren Touren, die meistens mit dem Labrador-Hund Mila unternommen werden, entdeckt. „Mila findet es hier so toll, weil sie im Wasser herumtoben kann“, berichtete Noemi. Cousine Leticia lebt sonst in Berlin und genießt es, die Osterferien in Bützfleth zu verbringen und am Wasser zu sein.

Allerdings seien diesmal weder der Hund noch die Schwester und Cousine dabei gewesen, als sie den toten Schweinswal gefunden habe, berichtete Noemi. Die beiden anderen Mädchen seien auf dem Spielplatz geblieben, als es sie vor dem Mittagessen noch einmal an den Strand gezogen habe. Sofort habe sie nach Auffinden des Schweinswals Fotos mit ihrem Handy von dem gesamten Ereignis gemacht.

Uwe Andreas, neuer Leiter des Naturschutzamtes beim Landkreis, erfuhr von dem Fund des Schweinswals durch das TAGEBLATT. Er werde veranlassen, dass das verendete Tier von dem niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht werde, um so die Todesursache festzustellen.

Für Andreas ist es nichts Besonderes, dass sich Schweinswale in der Elbe tummeln. „Gerade in der Stintzeit sind sie hier häufiger anzutreffen.“ In Berichten aus den Vorjahren ist nachzulesen, dass Schweinswale bis nach Hamburg hochziehen. Wie Andreas berichtete, habe er von Naturschutzkollegen aus dem Landkreis Cuxhaven erfahren, dass am Donnerstag auch in der Oste – im Bereich Hechthausen – ein Schweinswal gesehen worden sei.

Die Schweinswale gehören zu der Familie der Delfine“, erläuterte Andreas. „Es sind die kleinsten Wale, die es gibt“. Sie seien somit keine Fische.

01.04.2016