Kunstausstellung in der Festung Grauerort

Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber und Galerist Erhard Untiet schwärmen von dem Ausstellungsort. Fotos Lankuttis


BÜTZFLETH. Fünf Tage lang verwandelt sich die Festung Grauerort in die „Kunsthalle Bützfleth“. So nennt es Galerist Erhard Untiet begeistert. Auf über 1000 Quadratmetern in den Kasematten wird für jeden Geschmack etwas geboten. 

Noch bis Ostermontag zeigt der Hamburger in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Festung eine umfassende Ausstellung von 37 Künstlerinnen und Künstlern. Die Vielfalt und das Ambiente beeindruckten die Gäste bei der Vernissage am Donnerstag.

Auf über 1000 Quadratmetern in den Kasematten wird für jeden Geschmack etwas geboten. Ob klassisch oder experimentierfreudig, ob Fotos von Leuchttürmen, scheinbar wahllos komponierte Farbflächen in Öl oder witzige Skulpturen für den Garten, alles ist unter dem Thema „Norddeutsche Kunst“ vertreten.

Zum zweiten Mal ist die „Galerie kit“ zu Gast in den alten Gemäuern. Untiet hat auch neue Künstler ausgewählt und ist nach dem Erfolg im vergangenen Jahr überzeugt von der „Location“. Auch die Kunstschaffenden schwärmen davon. Sie stehen für Gespräche bereit und zeigen abstrakte Werke ebenso wie Blumenaquarelle und Porträts, Holzschnitte sowie Foto- und Graffiti-Kunst, Mooreichen-Teile und Steinguss-Figuren, Exponate mit handgeschöpftem Maulbeerpapier und eingearbeiteten Naturmaterialien. „Es ist ein Eldorado für Bildhauer“, findet Klaus Peters.

Seine witzigen „Elbfische“, aus dem Kupfer vom Dach des Hamburger Michels geformt, haben eine ebenso schöne Patina wie das Gewölbe im Kaisersaal. In dem ersten von fünf Räumen herrscht eine gemütliche Atmosphäre. Live-Musik und Cafeteria ergänzen den Kunstgenuss.

Zum Auftakt spielte die Drochterser Band „Acoustics Remember“. „Das ist ein einmaliger Ausstellungsort“, sagte Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber, als sie die Schau eröffnete. Hausherr Hans-Hermann Ott dankte besonders Bützfleths Bürgermeister Sönke Hartlef, der den Sekt spendierte und Wolfgang Schult von der Sparklasse Stade-Altes-Land als Schirmherren. Die Idee und viel Arbeit hatte Peter Schneidereit vom Förderverein. Er lockt damit ein anderes Publikum in die Festung. „Das Interesse ist da“, freut er sich bei der gut besuchten Vernissage. (kal)

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung ist bis Ostermontag, 28. März, täglich jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Sie wird musikalisch begleitet: Am Sonnabend gibt es Irish Folk von „Black Velvet“ (14 bis 16 Uhr), „The Blue Hour“ sind am Sonntag (14 bis 17 Uhr) und Montag (12 bis 15 Uhr) zu hören. Der Eintritt ist frei.

26.03.2016