Bützflether Kreisel lassen auf sich warten


BÜTZFLETH. Kreisverkehrbau auf dem Obstmarschenweg ab März 2016 – Abriss städtischer Immobilie am Monatsende.

Der Bau des ersten von zwei geplanten Kreisverkehrsplätzen im Bützflether Ortszentrum wird sich um mindestens ein halbes Jahr verzögern. Das teilte Nils Jacobs, Fachbereichsleiter Bau bei der Stadt Stade, am Mittwochabend auf einer Ortsratssitzung in Bützfleth mit.

Die Vorarbeiten für den nördlichen der beiden Kreisel am Obstmarschenweg – in der scharfen Linkskurve (aus Stade kommend) an der Ecke Deichstraße – sollten ursprünglich Mitte dieses Jahres begonnen werden. Nach den aktualisierten Planungen der Stadt werden die Bauarbeiten „in Abhängigkeit von der Wetterlage“, so Jacobs weiter, nun doch erst frühestens im März kommenden Jahres aufgenommen.

Vorher müssten zunächst unterirdische Kabelarbeiten durchgeführt, und eine von der Stadt erworbene Immobilie am Obstmarschenweg 332 – ein ehemaliger Friseur in der Kurve – abgerissen werden. Nach Aussagen der Stadtverwaltung könnte der Abrissbagger bereits Ende September anrücken. Mit größeren Eingriffen in den Straßenverkehr sei dabei nicht zu rechnen.

Im Oktober dieses Jahres sollen die örtlichen Gewerbetreibenden kontaktiert werden, um über die „teils mit Verkehrsumleitungen verbundene Bauzeit“ in Kenntnis gesetzt zu werden. Das kündigte Stades Erster Stadtrat Dirk Kraska an. Die Ortsratspolitiker regten für diesen Zeitraum eine „möglichst großräumige Umleitung“ des Schwerlastverkehrs an. Eine ausführliche öffentliche Vorstellung der städtischen Pläne folge im November, sagte Kraska.

Zum Hintergrund: Seit 2009 befindet sich die Ortschaft Bützfleth in der Städtebauförderung des Landes. Mit einer Summe von fünfeinhalb Millionen Euro (je ein Drittel kommen vom Bund, dem Land und der Kommune) sollen Infrastrukturprojekte im strukturell schwachen Ortskern angeregt werden. Übergeordnetes Ziel ist eine Wiederbelebung des heimischen Gewerbes entlang der Hauptstraße.

Die Herstellung der grünen Wegeverbindung zwischen dem alten Ortskern (St.-Nicolai-Kirche) und dem Obstmarschenweg sei ausgemachte Sache, jedoch gegenwärtig nachrangig. Jacobs: „Der Obstmarschenweg hat klar Priorität. Die Frage ist, was danach noch im Topf ist.“ Die Förderperiode endet Ende 2016.

12.09.2015