Herbizid im Dow-Werk ausgelaufen


STADE. Dow-Werkssprecher Joachim Sellner: „Weder Menschen noch Umwelt sind zu Schaden gekommen.“

Alarm und Großeinsatz der eigenen Werksfeuerwehr beim Dow-Werk in Stade-Bützfleth: In der Nacht von Sonntag auf Montag ist durch einen Steuerungsfehler in einer automatischen Abfüllanlage ein giftiges und explosives Herbizid, das in der Landwirtschaft verwendet wird, ausgelaufen.

Die Abfüllung wurde sofort gestoppt. Gleichwohl sind etwa 200 Liter von dem Stoff Telone ausgelaufen – das entspricht etwa der Füllung einer Tonne mit der Flüssigkeit. Die Polizei und der Landkreis Stade als Katastrophenschutzbehörde sowie das Gewerbeaufsichtsamt waren informiert.

Die Bilanz von Dow-Werkssprecher Joachim Sellner klingt am Ende beruhigend: „Weder Menschen noch Umwelt sind zu Schaden gekommen.“ Das sicher aber auch dank des sofortiges Einsatzes der auf Chemikalien bestens geschulten Werksfeuerwehr. Keine Mensch kam dadurch direkt mit dem Stoff in Berührung und hat es auch nicht eingeatmet.

Die Abfüll- und Lagerhalle wurde nur in Schutzanzügen betreten. Weil sie komplett betoniert ist, konnte auch nichts von der Flüssigkeit nach draußen oder ins Erdreich gelangen, sagt Sellner. Um sicherzugehen, dass auch nichts in die Luft gelangen konnte, sind in Richtung des Windstroms auch noch neun Messpunkte eingerichtet worden. Nur an einem dieser Messpunkte wurde eine minimale, aber unbedenkliche Konzentration der Herbizide festgestellt.

Das Mittel Telone wird in verdünnter Form als Pflanzenschutzmittel auf Äcker ausgebracht. Bei der Dow wird es hochkonzentriert abgefüllt. Die Aufräumarbeiten dauerten bis gestern Nachmittag an.

11.08.2015