TAGEBLATT on Tour

24.10.2014

Autor: Peter von Allwörden



Die Sanierung läuft nur schleppend

Die Bauarbeiten am Bürgerpark vor dem Schulgelände laufen recht lange. Fotos von Allwörden


BÜTZFLETH. Die Sanierung des Ortskerns in Bützfleth läuft bereits seit Jahren, aber so richtig passiert ist bisher nichts. Das beklagen viele Bürger. Auch bei Ortsbürgermeister Sönke Hartlef laufen viele Beschwerden auf: „Den Menschen dauert das alles zu lange. Tatsächlich läuft es schleppend.“

Seit 2011 ist die Stadt Stade mit der Ortschaft Bützfleth in das Sanierungsprogramm aus dem Topf der Städtebauförderung aufgenommen. Das Gesamtvolumen beträgt fünf Millionen Euro. Relativ schnell wurden seinerzeit die Pläne für die öffentlichen Baumaßnahmen vorgestellt und mit der Bevölkerung vor Ort abgestimmt. Es gab diverse Informationsveranstaltungen und einen Arbeitskreis, der sich zu diversen Workshops getroffen hat.

Am Ende kam der heute noch geltende Sanierungsplan heraus. Danach wird die Ampelkreuzung in der Ortsmitte bei der Saatzucht durch einen Kreisel ersetzt. Auch die scharfe Linkskurve (in Richtung Kehdingen fahrend) soll durch einen Kreisverkehr ersetzt werden und damit die anspannte Verkehrssituation deutlich entspannen. Die für den großen Kreisel notwendigen Grundstücke sind bereits aufgekauft. Aber mehr ist noch nicht passiert. Zwischen dem Kreisel soll dann die breite Straße auch für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut werden.

Eine weitere große Baumaßnahme ist die Wiederherstellung einer innerörtlich fußläufigen Verbindung zwischen der Schule und entlang der Kirche bis zum Schützenplatz. Brücken und neue Wege gehören ebenso dazu wie die parkartige Gestaltung des Geländes vor der Schule. An letzter wird gerade gebaut. Aber auch das dauert den Bützflethern zu lange, sagt der Ortsbürgermeister.

Private Sanierungsmaßnahmen sind bisher auch nur begrenzt angelaufen, zumal die dafür vorgesehene Summe auch nicht allzu hoch ist. Wenn man innerhalb des Sanierungsgebietes ein Haus hat, kann man für bestimmte Sanierungen an der Immobilie Zuschüsse aus dem Sanierungstopf bekommen. In anderen Bereichen der Hansestadt Stade wie etwa in der Salztorsvorstadt oder in der Altstadt haben die Städtebaufördermittel erhebliche Folgeinvestitionen von privater Seite ausgelöst. In Bützfleth hat sich dieser Effekt bisher nicht eingestellt.

Die Dorfbevölkerung fürchtet nun, dass die Sanierungsmittel gar nicht mehr ausgeschöpft und verbaut werden können, sagt der Ortsbürgermeister, denn offiziell läuft das Programm nur noch bis Anfang 2017, also noch gute zwei Jahre. Häufig werden diese Sanierungszeiträume aber auch gestreckt und verlängert. Die Mittel für die Ortskernsanierung von fünf Millionen Euro setzen sich je zu einem Drittel aus Bundes-, Landes- und Stadtmitteln zusammen.