Windkraft mit Abstand und Anstand


STADE-BÜTZFLETH. „Windkraft mit Abstand und Anstand“ – das fordern Bützflether Bürger der Interessengemeinschaft Flethstrasse und laden zu Montag, 6. Oktober, 20 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus Bützfleth ein. Sie wollen dort über die fast 200 Meter hohen, neu geplanten Windkrafträder im Bützflether Moor informieren und mit den Bürgern über die Folgen dieses Vorhabens diskutieren.

Wollen und müssen die Bürger Windkraftanlagen, die höher sind als der Kölner Dom, so dicht am Ortsrand tolerieren?, fragen die Organisatoren des Abends. Und: „Warum muss immer alles in Bützfleth abgeladen werden, sind wir doch schon von Industrieanlagen umgeben?“ Sie erinnern an ein Versprechen aus der Politik, nach dem Bauvorhaben von 2002 keine weiteren Windräder in Bützfleth zu genehmigen.

Es sei zu befürchten, dass es durch den Schwerlastverkehr, der zum Bau der Anlagen notwendig sei, wieder zu Schäden an den Häusern entlang der Flethstraße kommen werde, wie das schon beim Bau der fünf kleineren Windräder der Fall gewesen sei. So wollen sie zumindest sichergestellt wissen, dass die Hauseigentümer auch wirklich entschädigt würden.

In den geplanten Riesen-Windrädern sehen sie eine Zerstörung des Landschaftsbildes, die später zu einer erheblichen Wertminderung der Grundstücke führen werde. Weitere Themen des Abends sollen Schlagschatten, nächtliche rote Blinklichter und Infraschall sein.

Als besonderer Gast wird der Energieexperte der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Gero Hocker, aus Hannover erwartet, der die Windenergie-Politik der rot-grünen Landesregierung in Sachen Abstandsregeln und CO2-Einsparung kritisch beleuchten will.

Zu der Veranstaltung sind der Interessengemeinschaft Flethstraße alle Bürgerinnen und Bürger im Dorfgemeinschaftshaus willkommen.

02.10.2014