Scheune und Schlepper vernichtet

Die Ursache des Brandes ist noch nicht ermittelt, die Polizei hat die Untersuchungen bereits aufgenommen. Kordländer


BÜTZFLETHERMOOR. In einem großen Strohhaufen fanden die Flammen reichlich Nahrung. Von hier aus könnte sich der Brand über eine halb offene Scheune durch das gesamte Gebäude ausgebreitet haben. Denn hier stellten die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute in der Nacht zu Sonntag fest, habe es am heftigsten gebrannt.

Die Scheune brannte zum Teil aus, vier Kälber starben in einem dort integrierten Stall, landwirtschaftliche Maschinen wurden durch das Feuer vernichtet. Daher ist der Brandschaden sehr hoch. Den Sachschaden schätzen Feuerwehr und Polizei auf rund 250 000 Euro. Die Ursache des Brands ist noch nicht ermittelt, die Polizei nahm bereits während der noch laufenden Löscharbeiten die Untersuchungen auf.

Wie die Ermittler berichteten, habe kurz nach ein Uhr eine auf der Moorstraße vorbeifahrende Autofahrerin Feuerschein in der Scheune auf dem Hof bemerkt und die Feuerwehr über Notruf alarmiert. Etwa zur gleichen Zeit wurde ein Bewohner des Bauernhauses auf den Feuerschein aufmerksam. „Wer hat denn hier das Licht brennen lassen“, dachte er nach eigenen Worten zunächst. Beim Blick aus der Tür erkannte er das Unglück. Der Bewohner vermutet, dass sich das Feuer sehr schnell ausgebreitet haben muss. Denn kurze Zeit vor der Brandentdeckung habe er noch einen Kontrollgang entlang des Stalls und der Scheune gemacht.

Feuerwehrleute aus Bützflethermoor, Bützfleth und Stade (Zug I) rückten nach der Alarmierung zur Brandstelle aus. 80 Freiwillige waren letztendlich im nächtlichen Einsatz. Die Anfahrt war für die Helfer recht schwierig, weil über den Straßen eine dicke Nebelwand hing. „Als wir am Einsatzort eintrafen, brannte es am meisten in dem Strohhaufen“, sagte ein Helfer.

Auch ein Anhänger, zwei große Traktoren und weitere landwirtschaftliche Geräte hatten Feuer gefangen und brannten bereits lichterloh. Lichtplatten in der gesamten Scheune waren schon zusammengeschmolzen, Holzbalken verkohlt. Aus der gesamten Scheune zog dichter Rauch. „Nur gut, dass der Wind günstig stand“, berichtete eine Familienangehörige. Denn in den Ställen gegenüber der Scheune sind schließlich über 500 Kühe und Rinder untergebracht. „Nicht auszudenken, wenn das Feuer hier auf die Ställe übergegriffen hätte.“

Mit viel Wasser, dass nach Mitteilung der Feuerwehr aus zwei Wasserstellen, einem Unterflurhydranten und einem Löschwasserbrunnen über zum Teil lange Wegstrecken herangepumpt werden musste, hatten die Einsatzkräfte den Brand schnell unter Kontrolle, so dass er sich nicht mehr weiter ausbreiten konnte.

Ein DRK-Rettungswagen ging routinemäßig in Bereitstellung, um notfalls bei möglichen Verletzungen von Helfern schnell eingreifen zu können.

Erst spät wurde während der Löscharbeiten klar, dass sich in einem in der Scheune eingebauten Stall noch vier Kälber befinden. Feuerwehrleute drangen unter schwerem Atemschutz zu den Tieren vor. Doch die waren nicht mehr zu retten, sie lagen bereits tot in der Einstreu.

Hinweise auf die Ursache des Brandes gibt es noch nicht. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

08.09.2014