Geteilte Meinungen zu Kreiseln

Schulleiter Kurt von Schassen.


PETER W. SCHNEIDEREIT BÜTZFLETH. Wie es denn nun weitergehe mit der Ortskernsanierung, fragen sich viele Bützflether. Manche haben auch das Gefühl, es gehe nicht so recht voran. Was sagen die Bützflether dazu? Hier einige Stimmen von Bützflethern:

Kurt von Schassen, Leiter der Grundschule Bützfleth, meint „Als Schulleiter kann ich nur sagen, es ist optimal bei der Schule zu beginnen. Planung und Durchführung der Baumaßnahmen waren gut, es gibt vollste Zustimmung in der Lehrerschaft. Wir waren in die Planungen eingebunden.“ Bezüglich der geplanten Kreisel am Obstmarschenweg fragt der Schulleiter, ob nicht eine andere Möglichkeit gefunden werden könne.

Anders sieht das Irene Bauer, die ihr Ladengeschäft am Obstmarschenweg betreibt. Grundsätzlich findet sie die Ortskernsanierung wichtig und richtig. Den Kreisel bei der Alten Chaussee hält sie jedoch nicht für erforderlich, die Situation dort könne man mit anderen Maßnahmen entschärfen, z.B. mit einer Art Verkehrsinsel wie am Ortseingang.

Ich hätte es gut gefunden, wenn alle Anwohner eine gesonderte Einladung zu den Info-Veranstaltungen bekommen hätten. Einige haben gar nichts davon gewusst“, kritisiert die Kauffrau. „Vielleicht wäre dann schon mehr passiert.“ Sie regt an, über einen Zebrastreifen oder eine Ampel in Höhe der Arztpraxis nachzudenken. Alte Menschen hätten bei viel Verkehr erhebliche Probleme, die Straße zu überqueren.

Erland Siegfried, Autohändler am Obstmarschenweg, ist für rigorosere Maßnahmen: „Verkehrsberuhigung mit Bodenschwellen am Ortseingang und am Ortsausgang, das hilft. Dann werden auch die jungen Raser endlich gesittet durch das Dorf fahren.“ Er könne die Raserei täglich beobachten.

Für sein Gefühl sei der Bürger ohnehin nicht ausreichend informiert über die Ortskernsanierung. Der Kaufmann: „Otto Normalverbraucher hat von der Sache nichts, weil das Geld nicht da ist. Wenn man das mit Wärmedämmung, Dachsanierung und mit günstiger Finanzierung verbinden könnte, würde mehr Leute mitmachen.“ Er findet die Planung für den Kreisel bei der Alten Chaussee gut, der Kreisel an der Kirchstraße müsse nicht sein.

26.07.2013