Festung Grauerort braucht finanzielle Unterstützung


LANDKREIS. Der Förderverein der Festung Grauerort will „eine kulturelle Begegnungsstätte“ erhalten. Rund 18 000 Menschen hatten im vergangenen Jahr die Festung besucht, bei Märkten und Festen, anlässlich privater Familienfeiern oder zu Führungen durch das Baudenkmal. Trotzdem reicht das Geld nicht, das die Ehrenamtlichen einnehmen. Dem Förderverein fehlen für 2012 rund 5000 Euro. Der Verein hatte deshalb beim Landkreis eine „dauerhafte Förderung zum Erhalt des Baudenkmals“ beantragt. Der Kulturausschuss des Kreistages unter Vorsitz von Ute Dürkes (SPD) schob am Mittwoch die Entscheidung in den Finanzausschuss.

Die Grünen seien grundsätzlich gegen eine Ausweitung der Förderungen, die Festung sei aber ein bedeutsames Projekt mit überregionaler Ausstrahlung, sagte Dr. Hans-Joachim Raydt (Grüne). Dem aktuellen Notstand geschuldet und abhängig von der Vorlage weiterer Zahlen konnten sich die Grünen eine zeitlich befristetete Unterstützung in Höhe von maximal 4000 Euro vorstellen. Harald Gooßen lehnte das für die FWG ab: „Wir machen ein Fass ohne Boden auf.“

Auch die SPD-Fraktion hatte sich im Vorfeld gegen die Unterstützung des Vereins ausgesprochen. „Das wäre eine Maßnahme, die aus dem Konzept herausfällt, wir müssten ansonsten ganz neue Grundsätze erarbeiten“, gab Klaus Quiatkowsky für die SPD zu bedenken. „Das öffnet Tür und Tor für andere Organisationen“, so Ute Dürkes. Robert Kamprad (CDU) wollte seiner Fraktion nicht vorgreifen. Im Finanzausschuss sollen weitere Zahlen über die Verbindlichkeiten des Vereins vorliegen, zudem habe ein bestimmtes Projekt bessere Chancen, betonte Verena Wein-Wilke (Grüne).

Unstrittig war die Anpassung der Fördergrundsätze, die seit 2002 für Baumaßnahmen an Denkmalen gelten. Die gestiegenen Baupreise finden sich in der neuen Obergrenze der förderfähigen Gesamtkosten wieder, die von 15 000 auf 20 000 Euro erhöht wird. Somit können für „Kleine Maßnahmen“ bis zu 4000 Euro bewilligt werden.

24.10.2013