Autofahrer sind genervt

Engpass Bützflether Industriestraße: Da nur eine Spur frei ist, staut es sich an der Baustellenampel auf dem Obstmarschenweg. Strüning


STADE. Es ist zeitweise eine reine Nervenprobe: Durch die aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Bützflether Industriestraße staut sich der Verkehr auf dem Obstmarschenweg, der L 111, zwischen Bützfleth und Stade. Das Problem: Die Baustelle ragt in die Landesstraße hinein, so dass eine Ampel den Verkehr regeln muss.

Die Ampelschaltung wiederum bringt Autofahrer auf die Palme. Eine Alternative scheint es aber nicht zu geben. „Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern“, sagt Gerd Allers von der Stadt Stade, die die Baumaßnahme initiiert hat. Das heißt: Alle Autofahrer müssen sich bis Ende August auf Behinderungen und Verzögerungen einstellen – oder sie umfahren den Engpass durch das Moor.

Ich weiß nicht, was die Menschen aus Kehdingen verbrochen haben, aber was da zurzeit abgeht, spottet ja wohl jeder Beschreibung“, schimpft Peter Suhr aus Drochtersen. Auch eine Taxifahrerin hat sich schon beim TAGEBLATT beschwert. Gerd Allers erklärt die Problematik: Die Lkw, die aus dem Hafen oder von AOS kommend auf den Obstmarschenweg einbiegen wollen, bekommen von einer Bedarfsampel grünes Licht. Bis sie dann die einspurige Baustelle durchfahren haben und der zeitliche Sicherheitsabstand eingehalten worden ist, vergehen schon mal drei bis vier Minuten. Zusätzlich gibt die Ampel an der L 111 regelmäßig „grün“ auch für Fußgänger. Das wiederum dauert knapp eine Minute.

Allers sieht gute Chancen, dass Ende August die Ampel abgebaut wird. Die Sanierung der Industriestraße ist dann noch nicht abgeschlossen. Für 1,8 Millionen Euro wird die Fahrbahn auf knapp zwei Kilometern Länge abgetragen und anschließend verstärkt. Die Industrie als Anlieger und Bundesmittel zahlen dazu. Stade muss 600 000 Euro berappen.

10.08.2013