Bützfleth stellt die Weichen

Die Kreuzung des Obstmarschenwegs in der Bützflether Ortsmitte mit der Alten Chaussee und dem Flethweg könnte durch einen Kreisel gestaltet werden.


BÜTZFLETH. Einiges soll sich in Zukunft tun in Bützfleth. Als Kernstück der Ortskernsanierung plant die Ortschaft, den Obstmarschenweg sicherer und attraktiver für Bewohner, Besucher und Gewerbetreibende zu gestalten. Einen ersten Vorentwurf stellte dazu Dr. Michael Großmann vom Verkehrsplanungsbüro SBI Hamburg bei der Ortsratssitzung vor.

Beruhigt werden sollen vor allem die Kreuzung Flethweg/Alte Chaussee im südlichen Bereich und die enge Kurve in der Kreuzung Kirchweg/Deichstraße weiter nördlich. An beiden Stellen wäre ein Kreisel denkbar. Die vom Planungsbüro durchgeführte Verkehrszählung (rund 12 000 Fahrzeuge am Tag, davon 800 bis 900 Lkw) hat ergeben, dass Kreisel technisch möglich wären.

Bei der nördlichen Kreuzung käme aber auch eine verbreitete, etwas günstigere Kreuzungsvariante in Frage. Die Fahrbahn soll im Kernbereich von Bützfleth auf eine Gesamtbreite von 6,50 Meter verengt werden. „Das ist eine Normbreite und absolut ausreichend“, sagt Großmann, „außerdem könnte man damit eine Verkehrsberuhigung erreichen.“ Durch die Verengung der Fahrbahn würde Platz für einen bis zu 3,50 Meter breiten Rad- und Fußweg auf beiden Straßenseiten und für Inseln zwischen den Fahrbahnen als seniorengerechte Querungsmöglichkeiten geschaffen.

Vieles, so unterstrich Großmann, müsse noch diskutiert werden. Den Ortsratsmitgliedern bereitete vor allem die Verengung der Straße und das mögliche Wegfallen von Parkeinbuchtungen in Höhe der Kita oder des Bäckers Sorgen. Noch befindet sich der Vorentwurf in der Abstimmung, so Großmann. Im Herbst soll der Entwurf stehen.

Ein weiteres Projekt, das im Rahmen der Ortskernsanierung geplant ist, ist die Umgestaltung des Schulparks. Dieses zieht sich schon seit längerer Zeit hin. Bereits vor einem Jahr stellte das Landschaftsplanungsbüro Schnickmann aus Hannover die Pläne vor. Zur Erinnerung: Auf dem Gebiet sollen neue Grünflächen und Sitzgelegenheiten sowie Parkplätze und eine Wendemöglichkeit für den Bring- und Abholdienst entstehen. Jetzt soll es endlich losgehen: Im Juni sind die Ausschreibungen geplant. Laut Hartmut Lammering vom Planungsbüro Schnickmann ist der Beginn der ersten Bauarbeiten für Ende August angesetzt. Danach müssten die Bauarbeiten jedoch wegen des geplanten Brückenbaus über den Hörne-Götzdorfer Kanal unterbrochen werden und könnten erst im Frühjahr nächsten Jahres fortgeführt werden.

Zähneknirschen bereitete den Ortspolitikern auch die Beseitigung der Frostschäden am Mühlenweg, Flethweg und an der Alten Chaussee. Die Reparaturkosten in Höhe von 46 700 Euro entsprächen der Summe, die für Pflichtaufgaben überhaupt zur Verfügung stehe, so Ortsbürgermeister Sönke Hartlef. Damit würden alle weiteren Reparaturarbeiten entfallen. Hartlef forderte eine generelle Neuregelung der Finanzen.

18.05.2013