Der neue Vorstand von links nach rechts: Gerhard von Holt, Heinz-Joachim Mohr, Alfred Behr, Barbara Leder, Hans-Hermann Ott, Kerstin Hedtke und Peter W. Schneidereit.


Neues aus dem alten Fort


Förderverein der Festung Grauerort hat gewählt - Latrinen sind fertig

BÜTZFLETH. Hans-Hermann Ott bleibt für weitere drei Jahre der Vorsitzende des Fördervereins Festung Grauerort. Seit Dezember 1997 besteht der Verein, Ott ist seitdem die Nummer eins im alten Fort. Mit einem neuen Vorstand und neuen Ideen, aber auch mit bewährten Angeboten startet der Förderverein am Ostersonntag, 31. März, um 10 Uhr ins Jahr 2013.
Begleitet wird der Vorstand von finanziellen Sorgen. Der Etat von 90 000 Euro im Jahr reicht nicht, um die laufenden Kosten zu bestreiten. Ott und Vorstandskollege Peter Schneidereit summieren die monatlichen Fixkosten auf 6000 Euro. Da die Festung schrittweise aufgemöbelt wird, schmilzt das Finanzpolster langsam dahin. Zuletzt wurden die Latrinen originalgetreu saniert. Ott: "Wir würden uns über neue Mitglieder und Sponsoren sehr freuen."
Mehrheitlich hatten die Mitglieder dem Umzug der alten Setzerei und Druckerei aus dem geschlossenen Technik- und Verkehrsmuseum zugestimmt. Das neue Angebot zieht aber Kosten nach sich. Die Räume im Fort müssten saniert und umgebaut werden. "Wir sind weder willens noch in der Lage, dafür zu investieren", so Ott, der sich freuen würde, wenn er seinen Stammkunden außer dem nach und nach renoviertem Fort neue Attraktionen bieten könnte und selbstverständlich neue Besucher dazugewinnen könnte.
Erst einmal muss der Verein sich aber um die Sicherheit der Gäste kümmern. Seit dem Unglück bei der Loveparade von Duisburg sind die Behörden sehr aufmerksam geworden. Grauerort muss zum Beispiel einen zehn Meter breiten Fluchtweg schaffen und dafür Bäume fällen. Ott schüttelt darüber den Kopf: "Hier wird doch keiner eingekesselt, im Notfall kann jeder leicht über die Wälle fliehen." Aber Vorschrift ist Vorschrift.
Froh ist Ott, dass der Verein die Annäherung an Bützfleth geschafft hat. Peter Schneidereit ist Vorsitzender des Aktuellen Bützfleths. Zusammen stellen beide Organisationen den Weihnachtsmarkt auf die Beine. Das Aktuelle Bützfleth unterstützt den Förderverein mit einer Spende. Was sich beide wünschen für 2013? Da sind sich Ott und Schneidereit schnell einig: viele Besucher. 2012 wurden 19 000 Gäste gezählt.
www.grauerort.de


Das Programm im Fort

4. und 5. Mai: Steampunk-Festival "Aetercirkus"
25. und 26. Mai: Festungstage wie zu "Kaisers Zeiten"
22. und 23. Juni: Oldtimer-Schau (Anmeldungen noch möglich)
23. August: Open-Air mit dem Stadeum: Beat, Soul and Music
14. und 15. September: Hobbykunst-Ausstellung mit Open-Air-Gottesdienst
30. November und 1. Dezember: Weihnachtsmarkt mit dem "Attraktiven Bützfleth"
Regelmäßige Führungen über das Festungsgelände

15.02.2013