Keine Feiern mehr in Sporthallen


Heftige Kritik der Ortsräte

STADE/BÜTZFLETH. Eine bereits seit sieben Jahren geltende Neuregelung der Niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung soll jetzt in städtisches Satzungsrecht übertragen werden. Das sieht nun vor, die Nutzung von Sporthallen und Aulen durch schulfremde Dritte nicht mehr zuzulassen. Das stößt auf heftige Kritik der Ortsräte in den ländlich strukturierten Stader Ortschaften. Nach Wiepenkathen hat am Mittwochabend auch der Ortsrat Bützfleth eine entsprechende Verwaltungsvorlage einstimmig abgelehnt.
"Das geht gar nicht und bedeutete das Aus für viele Veranstaltungen im Ort", sagt Bützfleths Ortsbürgermeister Sönke Hartlef. Wo solle denn künftig etwa ein Dorf- oder Jubiläumsfest gefeiert werden oder eine Blutspendeaktion des DRK stattfinden, fragt der Ortsbürgermeister. Und warum eine solche Anpassung erst nach sieben Jahren passiere, ist Hartlef auch unverständlich.
Die Verwaltung hat vorgeschlagen, alle Veranstaltungen Dritter in Schulgebäuden und Sporthallen nicht mehr zuzulassen, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren und die "Nutzer vor zu hohen Kosten zu schützen", wie es in der Begründung heißt. Nach der Neuregelung in der Landesverordnung sollen bei solchen Veranstaltungen geschulte Mitarbeiter der Stadt, in der Regel der jeweilige Hausmeister, anwesend sein. Dass wurde bisher offenbar gar nicht umgesetzt. Jetzt drängt aber offenkundig die Versicherung auf diese und weitere Sicherheitsmaßnahmen bei Fremdnutzern. Diese Mehrkosten will die Stadt nicht tragen. (pa)

09.11.2012