Viele kleine "Schätze" verbargen sich an den rund 120 Ständen der Aussteller beim Hobby- und Kunstmarkt in Grauerort. Foto KordländerS

Große Vielfalt vor Gewölbe-Kulisse


3000 Gäste besuchen den Hobby- und Kunstmarkt in der Festung Grauerort und erfreuen sich an unterschiedlichsten Arbeiten

Hans-Lothar KordländerGRAUERORT. Viele Besucher wussten gar nicht, wohin sie zuerst schauen sollten. Einmal mehr war die Vielfalt beim Hobby- und Kunstmarkt in der Festung Grauerort in Abbenfleth groß, bunt und somit ansprechend. Für alle Geschmäcker der rund 3000 Gäste war vor der einzigartigen und für einen Markt ungewöhnlichen Kulisse der historischen Anlage am vergangenen Wochenende etwas dabei.
Der Förderverein Festung Grauerort unter Leitung des Vorsitzenden Hans-Hermann Ott, unterstützt vom Verein "Aktives Bützfleth" mit Peter Scheidereit an der Spitze, präsentierte den Besuchern nicht nur 120 Verkaufsstände, sondern bot auch Live-Musik, alte Traktoren, einen Open-Air-Gottesdienst und vor allen Dingen Geselligkeit. Grauerort wurde so zum Treffpunkt für junge und alte Menschen, die Spaß an Kunst, Bastelarbeiten und Kultur haben.
In den alten Gewölben der Festung, insbesondere im Salon "Dadahleh" und dem Veranstaltungsraum "Elbe", sowie dem Innenhof hatten knapp 120 Anbieter ihre Stände aufgeschlagen. Die Aussteller waren nicht nur aus dem Stader Landkreis angerückt. "Anbieter aus Itzehoe, Paderborn, Rodenberg, Bremervörde und anderen Bereichen Norddeutschlands sind hier vertreten", teilte Hans-Hermann Ott mit.
Schmuck aus Silber und Bernstein weckte insbesondere das Interesse der Frauen. Ebenso wie Stoffpuppen, Tischgestecke, Batik, die floristischen Artikel und Leuchten, um nur ein paar Dinge zu nennen. Bei gesundheitsfördernden Dingen, wie zum Beispiel Kirschkernkissen, Bildern (gemalt oder fotografiert) oder Kunstschmiedearbeiten schauten auch die Männer genauer hin.
"Dieses ist der zwölfte Hobby- und Kunstmarkt in der Festung Grauerort", betonte Ott. Jedoch schon acht Mal zuvor sei der Markt beim Bützflether Dorfgemeinschaftshaus ausgerichtet worden. "Wir haben hier somit unsere 20. Veranstaltung".
Nach den Worten des Vorsitzenden des Fördervereins ist der Hobby- und Kunstmarkt neben dem Weihnachtsmarkt die wichtigste Veranstaltung in der Festung Grauerort. Damit schaffe sich der Verein ein finanzielles Polster. Denn schließlich habe der Verein im Jahr rund 75 000 Euro an Fixkosten aufzubringen. Er dankte allen Mitgliedern, die bei dem Fest ehrenamtlich mitarbeiten. In den 75 000 Euro seien noch keine Investitionen enthalten. Im vergangenen Jahr habe der Verein umfangreiche Auflagen der Stadt Stade erfüllen müssen, erläuterte Ott weiter. Der Parkplatz sei verbessert worden, zusätzliche Fluchtwege für eventuelle Notfälle seien geschaffen und weitere Sicherheits-Auflagen erfüllt worden.
Am heutigen Montag werden Mitglieder der Jugendbauhütte nach Grauerort kommen, um mit Hilfe der Harsefelder Firma Viebrock eine Treppe auf die Kasematten in ihren alten Ursprung zu versetzen.


Die Festung Grauerort

Die Festung Grauerort wurde zwischen 1869 und 1879 von den Preußen zum Schutz vor feindlichen Schiffen auf der Elbe am Rande von Abbenfleth errichtet. Die Festung wurde aber nie in kriegerische Handlungen verwickelt. Die historische Festung wird seit 1997 durch den Förderverein Grauerort" wieder hergerichtet. Sie wird heute als Veranstaltungsort und Museum benutzt. "In diesem Jahr erwarten wir insgesamt 18 000 Besucher", berichtete Vorsitzender Ott am Randes des Hobby- und Kunstmarktes.

24.09.2012