Der Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt der CDU- und FDP-Landtagsfraktion sah sich auf dem neuen Terminal im Seehafen Bützfleth um.



Im Seehafen ist Bewegung


CDU-Hafenpolitiker besuchen den neuen Buss-Terminal - Große Hafenerweiterung im Fokus des Landes

STADE.. Wenn der CDU-Landespolitiker Bernd-Carsten Hiebing aus Meppen recht hat, dann ist der Bützflether Hafen wieder weit nach oben auf der Prioritätenliste der Landesregierung gerutscht. Der hafenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion ist überzeugt davon, dass sich schon ganz bald etwas bewegen könne in Sachen großer Hafenerweiterung.
Hiebing und einige Kollegen vom Arbeitskreis Schifffahrt und Häfen der CDU/FPD-Landtagsfraktionen waren auf Einladung des hiesigen Landtagsabgeordneten Kai Seefried in den Bützflether Hafen gekommen, um sich den neuen etwa 3,6 Hektar großen Hafen, den die Firma Buss aus Hamburg betreiben wird, anzuschauen. Ein wichtiges Thema bei dem Rundgang war aber auch die weitere Entwicklung des Stader Seehafens.
Hier stockte es in den vergangenen zwei, drei Jahren gewaltig. Vor zehn Jahren wurden bereits erste große Erweiterungspläne diskutiert. Als dann rund 100 Millionen Euro an EU-Konvergenzmitteln unverhofft für den Hafenausbau zur Verfügung standen, kam schon euphorische Stimmung auf. Doch das Geld ist längst woanders für Häfen ausgegeben worden, und die Planung der rund 40 Hektar großen Seehafenerweiterung ist auch lange nicht abgeschlossen. Ein Grund war sicher, dass die Stadt Stade nachträglich einen Schallrahmenplan hat machen lassen, in den sich der Hafenbetrieb nur mit gewissen Einschränkungen (vor allem im Nachtbetrieb) einfügen ließ. Notwendig war dieser Rahmenplan, weil die Bützflether Bürgerinitiative, die gegen Kohlekraftwerke auf dem Bützflethersand angetreten ist, einen solchen Schallrahmenplan mit Kontingenten für die einzelnen Betriebe im Industriegebiet vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg durchgesetzt hat. Diese Planung zog sich über Jahre hin und lässt einem Hafenbetrieb nur eingeschränkte Spielräume.
Zudem hatten aber viele örtliche Politiker das Gefühl, Hannover und insbesondere die Landestochter N-Ports verfolgten nur halbherzig den großen Hafenausbau. Etwa bei der Hinterlandanbindung blockt Hannover komplett. Doch das könne sich bald ändern, befand der Arbeitskreis bei seinem Besuch in Bützfleth. Sie ständen alle voll hinter den Bützflether Ausbauplänen, sagt Kai Seefried. (pa)


Buss in den Startlöchern

Der Hamburger Hafenlogistiker Buss wird in wenigen Wochen die neue, zunächst kleine Bützflether Hafenerweiterungsfläche in Betrieb nehmen. Das 3,6 Hektar große Areal ist versiegelt, Bürocontainer stehen, und der multifunktionale Kran ist längst aufgebaut. Jetzt fehlt nur noch der Startschuss für den Hafenbetrieb. Einweihung mit großem Bahnhof ist für Freitag, 25. Mai, geplant.

27.04.2012