Kahlschlag wegen Straßenbaus am Johann-Ratje-Köser-Weg im Industriegebiet Bützfleth. Aber Ersatzbäume werden später von der Stadt gepflanzt.



107 Bäume weichen der Sanierung


Kahlschlag in Bützfleth

STADE. Kahlschlag am Johann-Ratje-Köser-Weg in Bützfleth: Exakt 107 Eschen wurden jetzt Opfer der Kettensäge. Weil die Straße, die vom alten Landesschutzdeich nahe dem Bützflether Ortskern bis zum Seehafen im Bützflether Industriegebiet führt, komplett saniert wird, mussten die Bäume weg.
Das ist die Erklärung von Stades Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms. Die 107 Eschen hätten relativ dicht neben der Straße gestanden. Zwar wird der Johann-Ratje-Köser-Weg nicht verbreitert, aber der gesamte Unterbau der überwiegend von Schwerlastern befahrenen Straße wird erneuert und verstärkt. Dafür mussten die Bäume fallen.Das passierte noch schnell, bevor die Vegetation einsetzt.
Besonders gesund und kräftig seien die Eschen ohnehin nicht gewesen, sagt der Stadtbaurat. Weil bei dem hohen Grundwasserstand viele Wurzeln im Wasser gestanden hätten, seien die Bäume schwach und kleinwüchsig gewesen für ihre 30 Jahre, die sie alt waren
Außerdem möchte der Stadtbaurat alle Bürger beruhigen, die sich über diese großangelegte Fällaktion beschwert haben: "Selbstverständlich werden wir Ersatzbäume pflanzen."
Das soll mit mehr Abstand von der Straße erfolgen und mit Bäumen, die besser den wässerigen Untergrund vertragen. Es werden folglich insgesamt 110 junge Weiden und Erlen gepflanzt, wenn die Straßenarbeiten, die im Frühsommer beginnen sollen, beendet sind. (pa)

12.04.2012