Grauerort: Veranstalter gibt nicht auf


"Fadenscheinige Argumente"

STADE. Der Veranstalter des für Anfang Juni geplanten Hanse Weekends, Sven-Bolko Heck vom Hamburger Medienhaus Heck, gibt nicht klein bei. Nachdem die Stadt Stade die Veranstaltung nicht genehmigt hat, hat Heck nicht nur Klage gegen den Bescheid beim Verwaltungsgericht eingereicht, sondern geht zudem offensiv in die Öffentlichkeit, um "aufzuzeigen, dass die Stadt nur fadenscheinige Argumente hat". Heck lädt Mitte kommender Woche Medien der Region und aus Hamburg zur Pressekonferenz auf das Gelände des Forts Grauerort, wo das Treffen von Motorradfreuden aus der ganzen Republik stattfinden soll.
Die Stadt hatte, wie berichtet, Anfang dieser Woche die Veranstaltung abgelehnt, weil keine ausreichenden Sicherheitskonzepte vorlägen. So bestehe die Gefahr im Falle einer Panik, dass die Fluchtwege nicht ausreichten. Zudem - so die Argumentation der Genehmigungsbehörde weiter - könne der Verkehr bei bis zu 3000 Besuchern pro Tag nicht aufgenommen werden. Der Veranstalter habe keine überzeugenden Konzepte vorgelegt.
Der Vorsitzende des Fördervereins Grauerort, Hans-Hermann Ott, ist ebenfalls sauer auf die Stadt, weil dem Verein durch solche Entscheidungen die Geschäftsgrundlage entzogen werde. Auch er will sich auf der anberaumten Pressekonferenz im Detail äußern.
Unterdessen hat das Verwaltungsgericht Stade den Eingang der Klage bestätigt. Gegenüber Heck hatte sich der zuständige Richter dahingehend geäußert, dass Heck bis Ende April mit einer Entscheidung rechnen könne. Eine offizielle Aussage des Gerichts gibt es nicht, weil sich dessen Sprecher zurzeit in Urlaub befindet. (pa)

07.04.2012