Vorsichtig wird der Kran an der Pier abgesetzt. Strüning


In Nachbarschaft zur AOS entsteht Lagerplatz für gefährliche Güter.



Kran kommt im Stader Hafen geflogen


Buss Ports richtet sich im neuen Seehafen ein

STADE. Er kam über den Wasserweg, um am Stader Seehafen durch die Luft zu schweben und seine endgültige Destination an Land zu beziehen: Der Hafenbetreiber Buss Ports aus Hamburg hat einen ausgemusterten Kran am Dienstagvormittag an der neuen Pier platziert. Es war ein weitere sichtbarer Schritt in der Entwicklung vom reinen Industriehafen für die Betriebe von Dow und AOS hin zum multifunktionalen Seehafen.
Buss-Projektleiter Mirco Amling hat von seinem Container-Büro an der neuen Straße "Am Seehafen" einen guten Überblick über die neu geschaffene Fläche an der Elbe bei Bützfleth. 35 000 befestigte Quadratmeter liegen zu seinen Füßen. Ende April sollen sie mit Leben, also mit verschiedensten Gütern, gefüllt werden. Amling hält sich die Art der Ware offen, will gegenüber potenziellen Kunden flexibel bleiben. Noch muss ein Teil der Fläche geteert werden, müssen Werkstatt eingerichtet und der Bereich für die gefährlichen Güter geschaffen werden.
Aber: Der Bau der kleinen Hafenerweiterung liegt in den letzten Zügen. Nach der "Inbetriebnahme-Prüfung" durch das Gewerbeaufsichtsamt will Buss endgültig loslegen mit dem Güterumschlag.
Seit August 2011 hatte das Unternehmen an der Suprastruktur gearbeitet. Die Fläche selbst, die der landeseigene Hafenbetreiber N-Ports angelegt hatte, lag zwei Jahre brach wegen komplizierter Genehmigungsverfahren. Ob und wann die angepeilte große Ausbau kommt auf einer Fläche von 40 Hektar, das vermag zur Zeit niemand sagen.
Am Montag kam aus dem Hamburger Hafen der Schleppverband mit Ponton und blauem Buss-Kran, der 450 Tonnen auf die Waage bringt. Dafür kann er bis zu 104 Tonnen schwere Lasten tragen. Die "Arion" und die "Bugsier 15" hatten das Schwergewicht über die Elbe gen Bützfleth gezogen. Vier Stunden hat die Prozedur gedauert.
Am Dienstagmorgen übernahmen der Schwimmkran "Enak", der bis zu 600 Tonnen bewegen kann, unterstützt vom Bremer Schlepper "Steinbock" die Aufbauarbeit an der Stader Pier. Wie Spielzeug manövrierte "Enak" den Kran an Land. Der ist dort mit seinem 48 Meter langem Ausleger flexibel einsetzbar dank seines fahrbaren Untersatzes. (ing)

28.03.2012