Bekam das Bundesverdienstkreuz für seine kommunalpolitische Arbeit: Hans-Hermann Ott mit Ehefrau Hannelore und Landrat Roesberg (links).



Ehre für Stades letzten ehrenamtlichen Bürgermeister


Hans-Hermann Ott erhält das Bundesverdienstkreuz

STADE.. Als bodenständig und ehrlich, als engagiert und gradlinig beschrieb ihn Laudator Michael Roesberg. Der Landrat hatte den letzten ehrenamtlichen Bürgermeister Stades und langjährigen CDU-Kommunalpolitiker Hans-Hermann Ott mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen. Das mache er beim "lieben Hans-Hermann" besonders gerne, schmeichelte der Landrat.
Über 30 Jahre Kommunalpolitik kann Ott vorweisen und ist als Stader Ratsherr und Mitglied des Bützflether Ortsrates sowie des Kreistages immer noch dabei. 1976 begann der 71-Jährige seine kommunalpolitische Karriere im Bützflether Ortsrat. Später, von 1991 bis 2001, war der Abbenflether dort auch Ortsbürgermeister. Der CDU trat er als junger Mann - er war gerade dabei, eine Familie zu gründen - 1967 bei.
1991 zog es den CDU-Mann in die Stadtpolitik, und er wurde in den Stadtrat gewählt. Damals ahnte er nicht, dass er einmal der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Hansestadt werden würde. Von 2001 bis 2006 hatte er dieses Amt inne, bis er vom ersten hauptamtlichen Bürgermeister Stades, Andreas Rieckhof, abgelöst wurde. Rieckhof vertrat er noch als erster Stellvertreter bis 2011. Von 1981 bis heute gehört Ott dem Kreistag an.
Obwohl Ott in diversen Ausschüssen und Aufsichtsgremien von städtischen Tochterunternehmen saß und sich immer wieder auch mit Wirtschaftsthemen beschäftigt hat, hat sich der CDU-Mann besonders als Sozialpolitiker hervorgetan. Auch in Vereinen - von der Lebenshilfe bis hin zum Förderverein Festung Grauerort - hat er sich ehrenamtlich engagiert.
Ott genießt eine große Anerkennung als Kommunalpolitiker. Das zeigten zum einen die Lobesworte des CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Kai Seefried, dessen Kollegen Helmut Dammann-Tamke als CDU-Fraktionschef im Kreistag, des Bützflether Ortsbürgermeisters Sönke Hartlef und des stellvertretenden Stader Bürgermeisters Oliver Grundmann. Zum anderen belegte das auch die große Zahl der Gratulanten, die ins Fort Grauerort gekommen waren, um Ott die Ehre zu erweisen.
Sichtlich gerührt dankte Ott den Rednern, meinte aber mit einem Schmunzeln zu der ihm immer wieder bescheinigten Bescheidenheit: "So bescheiden bin ich nun auch wieder nicht, um dieses Lob nicht zu genießen." Er habe, so der Geehrte weiter, immer das Ziel verfolgt, sich für die Mitbürger einzusetzen und Menschen zusammenzuführen.
Diesen Weg habe er in herausragender Weise verfolgt, so Laudator Roesberg: "Du sorgst für
klare Fronten, wenn nötig, scheust du keine Konflikte und bist außerordentlich konstruktiv und immer an Lösungen interessiert." (pa)

28.02.2012