Böhme wird Trainer in Bremervörde


HSG Bützfleth/Drochtersen verliert sportlichen Leiter

BÜTZFLETH. Ralf Böhme wird am 1. Juli 2012 den Trainerposten beim Handball-Oberligisten TSV Bremervörde übernehmen. Böhme trainiert derzeit die HSG Bützfleth/Drochtersen in der Oberliga. Er hat in Bremervörde einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Per Handschlag einigte sich Böhme mit dem sportlichen Leiter des TSV, Peter Grote, auf eine Option auf weitere Jahre. Der TSV hatte seinem aktuellen Trainer, Sasa Rajkovic, am Anfang der Woche mitgeteilt, dessen Vertrag nicht zu verlängern.
Der TSV Bremervörde richtet sich in der kommenden Saison neu aus. Der Verein setzt verstärkt auf seine Talente aus der eigenen Jugend. Derzeit stellt der TSV eine A-Jugend in der Oberliga. In dieser Mannschaft steckt Potential. Ralf Böhme wurde verpflichtet, um dieses Potential zu nutzen. "Ralf hat im Umgang mit jungen Leuten ein gutes Händchen. Das hat er in der Vergangenheit bewiesen", sagt Peter Grote.
"Der TSV bietet eine sportliche Perspektive", sagt Ralf Böhme. Die HSG Bützfleth/Drochtersen ist in der Oberliga gut aufgehoben. Bremervörde hat die sportliche Qualität, in den kommenden Jahren wieder in die Dritte Liga Nord zurückzukehren. Außerdem passe das neue Konzept des TSV zu Böhmes Arbeitsweise.
Sportlich läuft es beim Kreisnachbarn in Bremervörde. Wirtschaftlich hat sich der Verein nach der finanziellen Krise noch nicht weiterentwickelt. Deshalb sei die Meisterschaft in der Oberliga zwar das Ziel. "Wir wollen die Schale", sagt Peter Grote. Allerdings könne der Verein nach heutigem Stand die finanzielle Mehrbelastung nicht tragen.
In Bützfleth und Drochtersen herrscht nach Bekanntwerden des Wechsels Bedauern. "Wir hatten in den vergangenen eineinhalb Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zu Ralf", sagt SG-Chef Sven Wolter. Böhme spielte allerdings von Anfang an mit offenen Karten und betonte, er sei für Angebote höherklassiger oder noch ambitionierterer Vereine immer offen. "Wir können die Entscheidung nachvollziehen. Ralf denkt an seine Zukunft", sagt Sven Wolter. Schön sei, dass er rechtzeitig Bescheid gesagt habe. So habe die HSG Zeit, einen Nachfolger zu suchen. Namen kursieren. Mögliche Kandidaten bespricht die HSG im kleinen Kreis. (db)

10.12.2011