Zentrum zwischen zwei Kreiseln: So soll auf dem Plan der Ortskern von Bützfleth einmal aussehen.


Sönke Hartlef



Ortssanierung Bützfleth startet 2012


Ortsrat nimmt Rahmenplan zustimmend zur Kenntnis

STADE-BÜTZFLETH.. Der Rahmenplan steht jetzt - nun muss es demnächst an die Umsetzung gehen. Die Inhalte des Plans zur Ortskernsanierung der Stader Ortschaft Bützfleth stellte der Stader Fachbereichsleiter für Bauen und Planung, Nils Jacobs, jetzt dem Bützflether Ortsrat vor.
Der Ortsrat nahm die Entwürfe zustimmend zur Kenntnis, möchte aber noch gerne öffentlich Anfang kommenden Jahres in einer Bürgeranhörung mit den Anwohnern darüber diskutieren, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Hermann Ott es in die Diskussion einbrachte. Bereits im Vorwege waren interessierte Bürger an der Planung des Sanierungsgebietes beteiligt, berichte Jacob. Es gab mehrere Workshops, in denen gemeinsame Ideen für das Sanierungsgebiet, das sich von der Schule bis zur Ampelkreuzung in der Ortsmitte vor Lidl erstreckt, entwickelt worden sind.
Eckpunkte sind nach wie vor zwei Kreisverkehre - einer soll die Ampelkreuzung ersetzen, der andere die scharfe Kurve vor ehemals Köser. Zwischen diesen beiden Kreiseln soll dann ein ansprechender Ortskern entwickelt werden mit einer rückgebauten Straße, verschönerten Seitenräumen und verschönerten Gebäuden. Insgesamt soll der Verkehr ruhiger fließen. Die Gestaltung des Straßenraumes soll für eine Verkehrsberuhigung und "Entschleunigung" (Jacobs) sorgen.
Ein weiteres Vorhaben ist die Neugestaltung der Außenanlagen der Schule. Nach dem Abriss des Altbaus sieht es dort nicht gerade schön aus. Zudem sind neue Flächen frei geworden, die gemeinsam mit dem alten Schulvorplatz zu einer Art öffentlichen Schul-Park entwickelt werden sollen. Dieses Projekt - so kündigte Jacobs an - könnte möglicherweise das erste sein, das im Jahr 2012 umgesetzt werde. Genau genommen wäre es dann das zweite Projekt, denn Sanierungsgelder sind bereits in den Anbau an die Turnhalle geflossen.
Vom Schulpark aus soll es nach dem Rahmenplan eine Fuß-und Radwegeverbindung geben bis zum Obstmarschenweg. Dieser Weg soll dann bis an den alten Deich führen und Bestandteil des Elbe-Radweges werden. Ein Teilstück des Weges (etwa ab dem kirchlichen Jugendhaus Diele) wird als Kulturpfad bezeichnet, weil er als ehemalige Trasse der Kehdinger Kreisbahn kulturhistorische Bedeutung hat.
Wünschenswert wäre es nach Vorstellungen der Planer und beteiligten Bürger, am Rande des neu zu entwickelndes Zentrums betreutes Wohnen oder Ähnliches anzubieten. Die Neubauten sollten eher einer urbanen Bauweise entsprechen und das Zentrum dadurch aufwerten. Bedarf an Seniorenwohnanlagen gibt es offenkundig in Bützfleth.
Der Bützflether Ortskern wird mit dem speziellen Sanierungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" gefördert. Insgesamt sind rund 5,5 Millionen Euro an Sanierungsmitteln vorhanden, die über mehrere Jahre verteilt ausgegeben werden. Ein Drittel der Gelder kommt vom Bund, ein Drittel vom Land Niedersachsen und ein Drittel gibt die Stadt Stade dazu. Beworben hatte sich die Hansestadt um Aufnahme in dieses Sanierungsprogramm auch mit den Stadtteilen Hahle und Kopenkamp. Den Zuschlag gab es nur für Bützfleth. (pa)


Alle stimmen für Hartlef

So erfolgreich wie Sönke Hartlef auch schon bei den Kommunalwahlen war - er zog als Neuling hinter der CDU-Spitzenkandidatin Kristina Kilian-Klinge mit den zweitmeisten Stimmen in den Stader Rat ein - so erfolgreich war er nun auch auf der konstituierenden Sitzung des Ortsrates Bützfleth. Der beliebte und populäre CDU-Politiker wurde einstimmig von allen Ortsratsmitgliedern zum Ortsbürgermeister gewählt - auch die Vertreter der SPD und der Bützflether Wählergemeinschaft wählten Hartlef.
Sönke Hartlef war bereits im alten Ortsrat Bürgermeister. Er hatte ein Jahr vor den Kommunalwahlen 2011 den langjährigen Ortsbürgermeister Wolfgang Rust abgelöst. Rust hatte aus Altersgründen nicht mehr kandidiert und sich komplett aus der Politik zurückgezogen.

25.11.2011